Glossar und Links zu verschiedenen dokumentarischen Themengebieten
(Inhalte stammen vor allem aus den Skripten der Dozentinnen Valentina
Engelhardt und Jutta Bertram für die wiss. Dok. Ausbildung Kurs A/2001 beim IID
in Potsdam)
(1) lnhaltliche Erschließung. Repräsentation von Wissen mit Hilfe von
Bezeichnungen und/oder ganzen Sätzen in solchen Strukturen, die einen Zugriff
zum Zweck der Be- und Verarbeitung erlauben. Durch inhaltliche Erschließung
wird informationeller Mehrwert in Form von Verdichtung und Ordnung der in der dokumentarischen
Bezugseinheit (DBE) enthaltenen Inhalte erzeugt. Dies erleichtert die
Wiederauffindbarkeit und erhöht die Zugriffsgeschwindigkeit.
Dokument / Dokumentationsobjekt: Objekt, auf das sich der
Dokumentationsprozess bezieht. Materielle Einheit des Datenträgers. Ein
Dokument kann mehrere dokumentarische Bezugseinheiten enthalten und umgekehrt
kann eine dokumentarische
Bezugseinheit aus mehreren Dokumenten bestehen.
Dokumentarische Bezugseinheit /
DBE: Objekt, Teil eines Objektes oder mehrere Objekte, dessen/deren
Eigenschaften während des Dokumentationsprozesses als zu dokumentierende
Einheit betrachtet werden. Kann, aber muss nicht identisch mit dem Dokument sein
(siehe oben).
Dokumentationseinheit / DE: Die Dokumentationseinheit ist die Menge der
Erfassungselemente, die stellvertretend für eine DBE in den
Dokumentationsprozess eingeht. (DIN 31 631)
(2) Referieren: Methode der Inhaltlichen Erschließung. Kurze, klare und
verständliche, werffreie Wiedergabe des wesentlichen Inhalts einer DBE im
Kontext. Ihr Sinn besteht vor allem in der schnelleren Inhaltserfassung und der
schnelleren Auswahl relevanter Dokumente.
(3) Indexieren: Methode der Inhaltlichen Erschließung. Beschreibung der
wesentlichen Inhaltskomponenten einer DBE mittels einzelner Bezeichnungen. Dies
können sein: Stichwörter, freie Schlagwörter, Deskriptoren
oder Notationen, zusammengefasst als Index-Termini
bezeichnet.
(4) Begriff: Die gedankliche Vorstellung von einem Gegenstand unabhängig von
der jeweiligen sprachlichen Form. Begriffe sind die Kernstücke der lnhaltlichen
Erschließung und vor allem für die Erarbeitung von Dokumentationssprachen von
Bedeutung.
(5) Bezeichnung: Die sprachliche Repräsentation eines Begriffes, entweder
natürlichsprachig in Form einer Benennung oder künstlichsprachig z.B. in Form
einer Notation. Ein und dieselbe Bezeichnung kann verschiedene Begriffe
repräsentieren (Homonymie bzw. Polysemie), ebenso wie verschiedene
Bezeichnungen ein und denselben Begriff repräsentieren können (Synonymie). Das
Auseinanderhalten von Begriffen und Bezeichnungen ist in der Inhaltlichen
Erschließung von zentraler Bedeutung.
(6) Dokumentationssprache: Hilfsmittel für die Inhaltliche Erschließung
bzw. für das Indexieren von Dokumenten. Menge sprachlicher Ausdrücke, die,
nach bestimmten Regeln angewandt, der inhaltlichen Beschreibung dokumentarischer
Bezugseinheiten zum Zweck des Speicherns und einer gezielten Wiederauffindung
(Retrieval) dient. Sie kann natürlichsprachig basiert oder künstlichsprachig
sein.
(7) Klassifikation: künstlichsprachige Dokumentationssprache zur
inhaltlichen Groberschließung. Begriffssystem, das zur Ordnung von
Gegenständen oder Wissen über Gegenstände eingesetzt wird und auf dem Prinzip
der Klassenbildung beruht.
(8) Notation: Eine aus Zahlen, Buchstaben und / oder
Sonderzeichen bestehende künstlichsprachige Bezeichnung einer Klasse als
Bestandteil einer Klassifikation.
(9) Thesaurus: Dokurnentationssprache zur inhaltlichen Feinerschließung.
Alphabetisch und 1 oder systematisch geordnete Zusammenstellung von Begriffen
und ihren Beziehungen untereinander, die zum Indexieren, Speichern und
Wiederauffinden von Dokumenten dient und auch das Verfahren der Indexierung
regelt.
(10) Deskriptor (englisch: controlled term): Eine
für das jeweilige Informationssystem genormte Bezeichnung (als Bestandteil
eines Thesaurus), die den Inhalt einer dokumentarischen Bezugseinheit
repräsentiert. Sie ist für die lndexierung und das Retrieval gleichermaßen
zugelassen und verbindlich.
Precision / Genauigkeit: Messgröße zur Bestimmung der Retrievalqualität.
Anzahl der gefundenen relevanten Treffer (=Dokumentationseinheiten) geteilt
durch die gesamte Trefferrnenge.
Recall / Vollständigkeit: Messgröße zur Bestimmung der Retrievalqualität.
Anzahl der gefundenen relevanten Treffer geteilt durch die Anzahl der relevanten
Dokumentationseinheiten in der Datenbank insgesamt.
- Abfragesprache
s. Retrievalsprache
- Abmeldung
s. LOGOFF
- Abstract, Synonyme: Referat, Inhaltsangabe
Ein Abstract ist die Zusammenfassung eines Dokuments auf seine inhaltlichen
Hauptaussagen. Sogenannte indikative Referate bereiten das Original
möglichst stark verdichtet auf. Im Gegensatz dazu sind informative Referate
recht ausführlich: (s. auch Inhaltliche Erschließung) Sie enthalten
konkrete Fakten in komprimierter Form und können in einigen Fällen sogar
das beschriebene Dokument ersetzen.
Abstracts sind häufig Bestandteil von biblioqraphischen Datenbanken,
- Anmeldung
s. LOGON
- Anschaltzeit
Zeit, während der ein Dialogteilnehmer mit einem Host-Rechner verbunden
ist. Also die Zeit zwischen LOGON und LOGOFF,
- Basic Index, Synonym: Hauptwörterbuch, Basisregister
Alphanumerisches Register, das alle sinntragende Worteinträge verschiedener
Datenfelder (unterschiedlich nach Datenbank, z. B. Titel, Abstract,
Deskriptoren) umfasst und so eine registerübergreifende Suche möglich
macht.
- Bibliographische Datenbank, Synonym: Referenzdatenbank
Bibliographische Datenbanken verzeichnen Fachliteratur (z. B. Monographien,
Zeitschriftenaufsätze, Reports, Konferenzbeiträge, Dissertationen ... ) zu
einem Wissensgebiet. Dabei werden im Gegensatz zu Faktendatenbanken und
Volltextdatenbanken lediglich Sekundärinformationen über die
Originaldokumente angegeben:
- bibliographische Angaben (Autor, Titel, Quelle ... )
- Angaben zur inhaltlichen Erschließung (Deskriptoren, Einordnung in
eine Klassifikation...
- Zusammenfassung des Inhalts (Abstract)
Nach der Recherche in einer bibliographischen Datenbanken folgt die
Beschaffung der Originalveröffentlichungen anhand der Hinweise aus der
Datenbank. Viele Hosts bieten heute die Möglichkeit des Online-Orderings,
bei der die ermittelte Literatur direkt bei einer Bibliothek bestellt werden
kann.
- Boolesche Operatoren, Synonym: logische Operatoren
Boolesche Operatoren werden im Information Retrieval verwendet, um logische
Beziehungen zwischen den verschiedenen Elementen einer Suchanfrage
festzulegen:
1. AND (und)
Durch die Verknüpfung zweier Suchbegriffe mit dem logischen AND werden
diejenigen Dokumente selektied, die beide Begriffe enthalten. (Schnittmenge)
2. OR (oder)
Bei der Verwendung von OR muß mindestens einer der Suchbegriffe im Dokument
enthalten sein. (Vereinigungsmenge)
3. NOT (nicht)
Der logische Operator NOT selektiert die Dokumente, in denen der erste,
nicht aber der zweite Begriff genannt ist. (Restmenge)
- CD-ROM, Abk. für Compact Disc, read-only memory
Optisches Speichermedium mit hoher Speicherkapazität, das bei der
Herstellung beschrieben wird und später nur noch gelesen werden kann.
- Client, Synonym: Dienstnehmer
Programm oder Rechner, der innerhalb eines Datennetzes Kontakt zu einem
Server aufnimmt und dort bereitgestellte Informationen oder Dienste abruft.
- Computernetz
s. Datennetz
- Controlled Term
s. Deskriptor
- Data Star
DataStar ist ein der größten europäischen Datenbankanbieter und gehört
zur DIALOG Corporation. Im Angebot liegt der Schwerpunkt bei DataStar auf
den Gebieten Wirtschaft, Politik, Handel.
- Datenbank, engl.: database
Eine Datenbank (engl. data base) ist ein zentral verwaltetes System großer
Mengen von Daten, die so gespeichert sind, dass sie mit Hilfe eines
Computers auf dem neuesten Stand gehalten und jederzeit nach verschiedenen
Kriterien durchsucht und ausgewählt werden können." (Rehm (1991), S.
84)
Datenbanksysteme bestehen aus zwei Bestandteilen: Die Datenbasis bildet die
Grundlage der lnformationssammlung, die durch eine Software (dem sogenannten
Datenbankverwaltungssystem) organisiert und retrievalfähig gemacht wird.
Der Inhalt einer Datenbank ist häufig auf ein Sachgebiet oder einen
Anwendungsbereich begrenzt. Datenbanken lassen sich nach der Art der
enthaltenen Informationen in drei Gruppen einteilen:
1. Hinweis- oder Referenzdatenbanken (z. B. Bibliagraphische Datenbanken)
verzeichnen lediglich Sekundärinformationen zu Veröffentlichungen und
nicht die Informationen selbst.
2. Faktendatenbanken bilden z. B. Statistiken, chemische Formeln, Produkt-
oder Firmeninformationen ab.
3. Volltextdatenbanken enthalten den vollständigen Text einer
Veröffentlichung.
- Datenbankanbieter s. Host
- Datenbankproduzent, Synonym: Datenbankhersteller
"Hersteller einer Datenbasis, aus der ein Datenbankanbieter (Host) eine
retrievalfähige Datenbank aufbaut. Produzent und Anbieter einer Datenbank
sind in der Regel nicht identisch." (Höpfner (1991), S. 24)
- Datenbasis
Die Datenbasis ist die Grundlage einer Datenbank. Sie besteht aus einer
großen Menge an Informationen, die von einem Datenbankproduzenten gesammelt
und in maschinenlesbarer Form abgelegt wurde.
- Datenfernübertragung s. DFÜ
- Datennetz, Synonyme: Netzwerk, Computernetz
Verbindung zwischen Rechnern über Kabel, Glasfaser oder Funk zum Austausch
digitaler Daten.
- Datex-P, Abk. für DATA EXcahnge Package Switched Network.
Öffentlicher Paketvermittlungsdienst der Telekom. Übertragung von
Nachrichten, die in Portionen (Pakete) zerlegt werden, über Leitungen.
- Deskriptor, Synonym: normiertes Schlagwort, Controlled Term (CT)
Zur inhaltlichen Erschließung von Dokumenten verwendete Begriffe eines
kontrollierten Vokabulars (Thesaurus). Die Verwendung von Deskriptoren bei
der Recherche in Datenbanken ist sehr effektiv.
- DFÜ, Abk. für Datenfernübertragung
Verarbeitung von Daten unter Benutzung fernmeldetechnischer Dienste für die
Datenübermittlung.
- Dialog
"Online gefürtes Frage- und Antwortspiel zwischen einem Datenendgerät
(eigentlich dem Rechercheur) und einem Hostrechner." (Höpfner (1991),
S. 24)
- DIALOG Corporation
DIALOG Corporation in Palo Alto (Californien) ist der weltgrößte Host und
ermöglicht den Zugriff auf ein multidisziplinäres Datenbankangebot. Zur
Corporation gehören die Hosts DataStar, DIALOG, Knight Ridder und TRADSTRA
(internationale Statistiken).
- DIMDI, Abk. für Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation
und Information, Köln
DIMDI ist ein deutscher Datenbankproduzent und Host. Auf dem Server von
DIMDI finden sich etwa 100 internationale Datenbanken zur Biowissenschaft,
Medizin und Sozialwissenschaft.
- Downloading Herunterladen und Mitspeichern von Informationen auf
den PC, zwecks Weiterverarbeitung der Daten. Dabei sind die Schutzrechte der
Hosts und Datenbankherstelter zu beachten.
- DVD, Abk. Digital Versatile Disc
Nachfolger der CD-ROM mit einer Speicherkapazität von 4,7 oder 8,5 Gigabyte
(GB) pro Seite. Wird derzeit in erster Linie für Videodaten eingesetzt.
- Erschließung, Synonyme: Bestandserschließung,
Literaturerschließung
"Beschreibung von Dokumenten nach formalen und inhaltlichen Merkmalen
für den Nachweis in Katalogen als Basis für Recherchen."
(Brüggemann-Klein (1995))
- Fachinformation
Die Gesamtheit der Veröffentlichungen und Fakten eines Fachgebietes, die
formal und inhaltlich aufbereitet wurden und in Datensamrnlungen zur
Verfügung stehen. "Fachinformation ist das Wissen, das für die
Bewältigung fachlicher Aufgaben im Beruf, in Wissenschaft und Forschung, in
Wirtschaft und Staat benötigt wird." (BMFT (1991) Formen der
Fachinformation):
- Fachliteratur, z. S. Bücher, Zeitschriftenartikel, Patentdokurnente,
graue Literatur, Geschäftsberichte, Newsletter, Gerichts- und
Verwaltungsbescheide
- Faktensammlungen, z. B. Statistiken, Messdaten, Software,
Wirtschaftsinformationen, Gesetze, Arzneimitteldaten
- Literaturhinweise, z. B. Bibliographien, Forschungshinweise,
Literaturhinweise, Expertenhinweise
- Fachinformationszentrum s. FIZ
- Faktendatenbank
Anders als bibilographische Datenbanken verzeichnen Faktendatenbanken formal
und inhaltlich erschlossene Primärinformationen, d. h. die gesuchten
Angaben sind direkt in der Datenbank verfügbar.
Faktendatenbanken können z. B.
- Statistische Daten
- Chemische Formeln
- Firmen- und Produktdaten
enthalten.
- FIZ, Abk. für Fachinformationszentrum
"Institution, die für ein bestimmtes Fachgebiet Informationen
dokumentiert bereitstellt und vermittelt. Die Konzeption der
Fachinformationszentren bzw. -systeme geht zurück auf das Programm der
Bundesregierung zur Förderung der Information und Dokumentation."
(Brüggemann-Klein (1995))
- FIZ Karlsruhe, Abk. für Fachinformationszentrum Karlsruhe e.V. s. STN
International
- FIZ Technik, Abk. für Fachinformationszentrum Technik e.V.
Das FIZ Technik ist ein deutscher Hast, der zur Zeit über den Großrechner
von GBI mehr als 120 Datenbanken zu den Geowissenschaften, Technik, Umwelt
und Bauwesen anbietet.
- Freitext
Die Menge aller nicht zum kontrollierten Vokabular zählenden Wörter in
einer Datenbank.
- GBI, Abk. für Gesellschaft für Betriebswirtschaftliche Information mbH
Deutscher Host und Produzent von Datenbanken aus dem Bereich Wirtschaft,
- Gl IR, Abk. für Gesellschaft für Informatik, Fachgruppe Information
Retrieval.
- Hauptwörterbuch
s. Basic Index
- Help Desk
Serviceeinrichtung eines Hosts, die z. B. telefonisch erreichbar ist und
Hilfestellung zur Benutzung von Datenbanken oder Retrievalsprache bietet.
- Host, Synonym: Datenbankanbieter
Ein Host ist eine Institution, die Fachdatenbanken auf einem
Großrechnersystem verwaltet und gegen Entgelt online zur Nutzung
bereitstellen. Einige Hosts sind z. B. DIMDI, STN, DIALOG oder GBI
- Hypertext
Informationssystem, in dem einzelne Textstellen (Knoten) über eingebaute
Verweise (Hyperlinks) mit verwandten Texten verbunden sind. Hypermedia
beschreibt einen Informationsraum, in dem neben Text auch Multimediaobjekte
integriert sind,
- Indexierung
"Inhaltliche Beschreibung von Dokumenten mithilfe von Deskriptoren,
aussagefähigen Stich- und Schlagwörtern oder (bei Freitextindexierung)
mithilfe von Textwörtern." (Schulze (1996))
- Information Retrieval
Information Retrieval (Informations-Wiedergewinnung) ist die Methode, mit
der eine gezielte Suche nach relevanten Dokumenten und/oder Fakten in einer
Datenbank oder einem Speicher ermöglicht wird.
- Informationsvermittlungsstelle
Betriebsbereiche, in denen geschultes Personal Literatur- und Sachauskünfte
an Benutzer bzw. Kunden erteilt und gegebenenfalls bei der
Literaturbeschaffung behilflich ist,
- Internet
Weltweiter Verbund von Computernetzen, die auf der Basis des TCP/IP-Protokolls
miteinander Daten austauschen.
- IUD, Abk. für Information und Dokumentation
Wirtschaftssektor für Fachinformationen aller Wissensgebiete.
- ISDN, Abk. für integrated service digital network.
Diensteintegrierendes Netz der Telekom.
- Klassifikation
Multidisziplinäres oder fachspezifisches System zur hierarchischen
Einteilung von Wissen in Klassen. Dabei verzweigen sich Klassifikationen
ausgehend von wenigen Hauptbegriffen baumartig in die speziellen
Wissensbereiche.
- Kontext-Operatoren, Synonyme: Abstands-, Nachbarschafts-,
Proximity- oder Stellungs-Operatoren Kontextoperatoren werden in
Retrievalsprachen für Online- wie auch CD-ROM Datenbanken verwendet. Mit
ihrer Hilfe ist es möglich, eine Kontextabhängigkeit von den einen
Suchbegriff umgebenden Wörtern zu erzielen, z. B. können Wörter gesucht
werden, die nebeneinander oder im gleichen Satz, Abschnitt etc. stehen.
- LOGON, Synonyme: LOGIN, Anmeldung
Die hostspezifische LOGON-Prozedur leitet den Dialog des Rechercheurs mit
dem Datenbanksystem ein. Nach Angabe der Nutzerkennung und des Passwords
wird der Gast dabei eindeutig identifiziert. So können alle während der
Recherche anfallenden Kosten auf sein Konto gebucht werden.
- Logische Operatoren
s. Boolesche Operatoren
- LOGOFF, Synonyme: LOGOUT, Abmeldung
Definierte, hostspezifische Prozedur zum Beenden eines Dialoges mit einem
Datenbanksystem (Abmeldung).
- Maskierung, Synonym: Trunkierung
Maskierung ermöglicht durch die Verwendung von Stellvertretern (z. B. *, ?,
$, #) die Suche nach mehreren ähnlich lautenden oder verwandten Begriffen.
- Meta-Suchmaschine
Eine Meta-Suchmaschine ist ein Dienst im World Wide Web, der mehrere
Suchdienste parallel nach den eingegebenen Schlagworten absucht und die
Ergebnisse in einer Liste zusammenfasst.
- Modem, Kunstwort aus Modulator/Demodulator
Ein Modem verbindet einen Rechner über das analoge Telefonnetz mit einem
anderen Rechner und wandelt dafür digitale Daten in Tonsignale um.
- Netzwerk
s. Datennetz
- Nachbarschafts-Operatoren
s. Kontext-Operatoren
- Offline
Betriebszustand, in dem ein Terminal oder Computer nicht mit einem anderen
Computer verbunden ist.
- Online
Der Begriff "line" kommt aus dem Englischen und bezeichnet die
Telefonleitung. In Verbindung mit Datennetzen meint "online", dass
zwischen zwei Computern eine Verbindung besteht und damit Daten direkt
ausgetauscht werden können.
- Online-Recherche
s. Recherche
- Operator
"Operatoren dienen der Verknüpfung von Suchbegriffen. Man
unterscheidet drei Arten von Operatoren:
a. Boolsche Oparatoren auch logische Operatoren genannt
b. Stellungs-Operatoren auch Kontext- o. Proximity-Operatoren genannt
c. Vergleichs-Operatoren auch numerische Operatoren genannt." (Höpfner
(1991), S. 26)
- Password, Synonym: Kennung
Alphanumerischer Code, der zur Kontrolle der Zugangsberechtigung dient und
bei jedem LOGON abgefragt wird.
- Presearch Interview
Gespräch im Vorfeld einer Online-Recherche, in dem das fachliche Thema, der
Umfang und mögliche Einschränkungen oder Erweiterungen geklärt werden.
- Profildienst
Dienstleistung, bei der lnteressengebiete (Interessenprofil) bei einer
Stelle hinterlegt werden und diese Stelle dann entsprechend dem
Interessenprofil über neue Literatur usw. informiert.
- Protokoll
Vereinheitlichte Sammlung von Konventionen zur Datenübertragung zwischen
zwei Rechnern.
- Proximity-Operatoren
s. Kontext-Operatoren
- Recherche, engl.: Retrieval
Recherche oder Retrieval bezeichnet den Arbeitsvorgang des gezielten Suchens
bzw. Wiederfindens von relevanten Daten und Fakten zu einer speziellen
Fragestellung in gedruckten oder elektronischen Informationsmitteln.
Im heutigen Sprachgebrauch wird Recherche häufig mit dem Online-Retrieval
gleichgesetzt. Sei der Online-Recherche werden Suchanfragen mit Hilfe der
Retrievalsprache unter Verwendung von Operatoren formuliert und von einem
Rechner im Direktzugriff auf eine Datenbank durchgeführt.
Vgl. Information Retrieval
- Referat
s. Abstract
- Referenzdatenbank
s. Bibliographische Datenbank
- Retrieval
s. Recherche
- Retrievalsprache, Synonym: Abfragesprache
Sprache zur Formulierung von Suchanfragen an Datenbanksysteme.
- Retrievalsystem
Die Gesamtheit aus methodischen Grundlagen, technischen Verfahren und
Einrichtungen, die der Host zur Verfügung stellt, um die Recherche in
verschiedenen Datenbeständen zu ermöglichen.
- Schlagwort
Das Schlagwort ist ein sinntragender Begriff, der bei der inhaltlichen
Erschließung einem Dokument zugeordnet wird, aber nicht zwangsläufig in
ihm enthalten sein muss. vgl. Deskriptor
- SDI, Abk. für Selective Dissemination of Information s.
Profildienst
- Server
Ein Rechner oder die auf dem Rechner anfliegende Software, der bzw. die in
einem Netzvverk einen Dienst anbietet. Diese Leistungen oder Informationen
können von anderen Rechnern (Clients) abgerufen werden.
- Stellungs-Operatoren
s. Kontext-Operatoren
- Stichwort
Ein dem Dokument entnommener Begriff, der zur Inhaltsbeschreibung des
Dokuments verwendet werden kann.
- STN International, The Scientific and Technical Information Network
STN ist ein Hast, der in Kooperation zwischen dem FIZ Karlsruhe, dem
Chernical Abstract Service in Columbus (Ohio) und dem Japan Information
Center of Science and Technology betrieben wird. Das Angebot umfasst mehr
als 200 Datenbanken aus den Bereichen Naturwissenschaft und Technik, vor
allem auch deutsche, japanische und internationale Patendatenbanken.
- Subito
Bund-Länder-Initiative zur Beschleunigung der Informations- und
Literaturdienste.
- Suchmaschine
Spezielle Server im lnternet, die mit ihrer Dienstleistung die Suche nach
HTML-Dokumenten unterstützen. Unterscheiden lassen sich Suchmaschinen, die
Webseiten über die Eingabe von Stichwörtern recherchierbar machen, und
Web-Kataloge, in denen Internetquellen hierarchisch nach Themen geordnet
sind.
- Telekommunikation
"(Daten-)Kommunkation über Fernleitungen, z. B.
Telefonleitungen." (Schulze (1996))
- Thesaurus, Synonym: Wortschatz
Normiertes Vokabular (meist eines spezifischen Fachgebietes), dessen
Einheiten als Deskriptoren der inhaltlichen Beschreibung von Dokumenten
dienen. Der Aufbau eines Thesaurus ist hierarchisch und stellt die logischen
Beziehungen zwischen den Begriffen (z. B. Oberbegriff, Unterbegriff,
Synonym...) dar. Neben Deskriptoren werden auch Nondeskriptoren (z. B.
Synonyme) verzeichnet, die auf das vereinheitlichte Schlagwort verweisen.
- TIBORDER
Elektronischer Bestell- und Lieferdienst der Technischen
Informationsbibliothek (TIB) Hannover (http://www.tib.uni-hannover.de),
der einen schnellen Zugriff auf Fachinformationen garantiert.
- Trunkierung
s. Maskierung
- Verbunddatenbank
Zentralgespeicherte Datenbank eines regionalen Bibilotheksverbundes.
- Volltextdatenbank
In Volltextdatenbanken sind komplette Texte aus Zeitungen, Presseagenturen
oder sonstigen Veröffentlichungen enthalten. Die Dokumente sind zusätzlich
mit Abstracts, Schlagwörtern und bibliographischen Angaben versehen und
können nach formalen oder inhaltlichen Kriterien gesucht werden.
- WWW, Abk. für World Wide Web
Bezeichnung für einen Internet-Dienst unter Verwendung des Hypertext-Prinzips.
- Bibliotheks-Glossar
Deutsch englisches Wörterbuch mit ca. 30.000
Fachbegriffe und Abkürzungen aus der Welt des Buches,
der Bibliothek und der EDV
- Glossar zur
Sacherschließung
An Studenten des Bibliotheks- und Informationswesens gerichtetes
Glossar, das in verständlicher Weise grundlegende Begriffe der IE
vermittelt, von der HBI Stuttgart.
- Literaturdatenbank
zur lnhaltserschließung
Literaturhinweise u.a. zu den Themenbereichen der inhaltlichen
Dokumenterschließung und der Gestaltung von Dokumentationssprachen; von
Winfried Gödert (FH Köln).
- Lehrmaterialien
zur lnformationsmethodik
Eine Fülle von Informationen zur lnhaltserschließung mit Schwerpunkt auf
didaktischen Materialien (Folien, Übungen, u.a. nach Themen geordnet); von
Gerhard Knorz (FH Darmstadt).
ODLIS
Online Dictionary of Library and Information Science
- Texte und weitere
Links
zusammengestellt von Prof. Holger Nohr (HBI Stuttgart.)
Übersicht über Thesauri und Klassifikationen im WWW
u. a. nach Abdeckung geordnet; zusammengestellt von Studierenden der FH
Köln.
WebSite
"Methodik"
"Lehrmaterial" zu Datenbanken, Indexierung,
Retrieval, Abstracting etc. Angebot der FH Darmstadt
letzte Änderung: 30.03.2004
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